Was muss man bei der Benutzung von einem Pelletgrill beachten?

Du hast Deinen neuen Pelletgrill erhalten und möchtest gleich von Beginn an alles richtig machen?

Wir zeigen Dir die wichtigsten Punkte auf, welche Dir helfen, schnell und einfach mit Deinem neuen Grill vertraut zu werden.

 

1. Keinen Staub in den Pelletbehälter leeren.

In eigentlich jedem Pelletsack befindet sich eine kleinere Menge an Pelletstaub, welcher sich meist im unteren Teil vom Sack ablagert.

Der Staub sollte nicht in den Pelletbehälter geleert werden, da dieser zu Problemen führen kann.

Die Förderschnecke ist nämlich nur für Pellets ausgerichtet und daher kann sich der Pelletstaub in der Schnecke ansammeln und zu einem Rückbrand führen.

Ein Rückbrand ist nicht gefährlich, jedoch mühsam, da die Pellets zuerst wieder entleert werden müssen und der Grill ausgeschalten werden muss.

Zum anderen kann der Staub zu Verstopfungen im Fördersystem führen, was auch etwas mühsam werden kann.

Solange Du den Staub vom Pelletbehälter fernhältst, bist Du auf der sicheren Seite.

 

2. Den Pelletdeckel währen dem Zündvorgang öffnen

In der Zündphase entsteht beim Pelletgrill viel Rauch.
Dieser Rauch enthält Holzgas, welches sich in einem geschlossenen Grillraum staut und entzündlich ist.

Es ist nicht so, dass dies gefährlich ist und führt eigentlich auch nie zu Schäden am Grill. Wir und die Hersteller empfehlen jedoch, den Deckel während dieser Phase zu öffnen.

Wenn Du gleich von Anfang an tiefe Temperaturen erreichen möchtest, empfehlen wir den Garraumdeckel gleich nach dem Zündvorgang für weitere 5 Minuten offenzulassen, damit die erste Hitzewelle entweichen kann und der Grill schneller die tiefen Temperaturen erreicht.

 

3. Den Grill nicht vom Strom trennen.

Solange der Grill eingeschaltet ist oder sich in der Abschalt-Phase befindet, solltest Du den Grill unbedingt am Strom lassen.

Steckst Du den Grill währen dem Einsatz aus, so kann es einen Rückbrand geben.

Der Ventilator bläst nämlich ständig Luft in den Brenner durch die Förderschnecke. Wenn diese aufhört zu blasen, kann das Feuer vom Brenner in die Schnecke gelangen.

Praktisch alle Pelletgrills haben einen Abschaltzyklus. Sobald Du den Grill ausschalten möchtest, kannst Du auf den Ausschalter klicken und er fährt runter.

Runterfahren bedeutet, dass er die restlichen Pellets im Brenner verbrennt.
Die Pellets in der Schnecke und im Pelletbehälter bleiben jedoch vorhanden.

Sobald der Ventilator vom Grill ausschaltet, kannst Du den Grill ausstecken.

 

4. Pellets trocken lagern

Pellets sind das sensibelste Element bei einem Pelletgrill.

Die Pellets sollten nur im Haus gelagert werden, hierbei ist jedoch auch der Keller oder die Garage geeignet.

Die Pellets sollten einfach nicht offen draussen liegen wegen der Luftfeuchtigkeit.

Zudem sollten die Pellets nie mit Wasser in Berührung kommen, da diese ansonsten eine schlechte Leistung haben und der Grill nicht mehr die nötige Temperatur erreicht.

Im Winter solltest Du zudem, wenn der Grill für über 2 Wochen nicht genutzt wird, die Pellets komplett aus dem Grill entleeren.

Die meisten Grills verfügen über eine Klappe auf der Rückseite vom Pelletbehälter, welcher geöffnet werden kann, damit die Pellets entleert werde können.

Die restlichen Pellets in der Förderschnecke sollten zudem ausgebrannt werden.

So verhinderst Du das die Feuchtigkeit im Winter Auswirkungen auf die Pellets hat.

 

5. Asche aus dem Brenner entfernen

Damit der Grill immer einwandfrei funktioniert, muss ab und an die Asche von den verbrannten Pellets entfernt werden.

Wenn diese sich im Brenner staut, kann der Grill entweder nur schlecht Luft zum Brenner führen, oder der Zünder bleibt verdeckt, ohne richtig zu funktionieren.

Manche Pelletgrills besitzen eine Öffnung an der unteren Seite vom Brenner, über welche mit einem Schieber sich die Asche mit nur ein paar Handgriffen entfernen lässt.

Bei allen anderen Grills müssen hierzu die Roste und Fettwanne entfernt werden.

Ist jedoch ein Vorgang, der selten gemacht werden kann und nicht nach jedem Grillieren notwendig ist.

 

6. Vertraue dem Grill

Pelletgrills sind sehr selbständig.
Sie halten die Temperatur genau und brauchen kaum Unterstützung dabei.

Der Pelletgrill arbeitet mit Umluft, also Konvektion.
Die dabei entstehende Hitze ist um einiges sanfter als bei direktem Grillieren wie Gasgrills.

Somit brennt das Gargut auch niemals so schnell an wie bei anderen Grillmethoden.

Wir empfehlen daher den Grilldeckel möglichst wenig so öffnen, da ansonsten die Hitze entweichen kann und der Grill wieder hoch heizen muss.

Das Zeitfenster zwischen fertigem Gericht und schwarz angebraten ist relativ hoch.

Somit kannst Du relativ wenig falsch machen, auch wenn Du die Speisen ein wenig zu lange auf dem Grill lässt.

Anders sieht es aus, wenn Du einen Pelletgrill mit direkter Grillfunktion hast.
Beim direkten Grillieren geht es sehr schnell, bis die Oberfläche vom Fleisch dunkel ist.
Hier solltest Du somit ein wenig aufpassen.

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FAQ - Meist gestellte Fragen:

Q1 - Kann ich andere Pellets von anderen Marken in meinem Pelletgrill verwenden?

A1 - Ja, die einzelnen Marken empfehlen zwar nur die Pellets der gleichen Marke zu verwenden, jedoch ist dies nicht zwingend notwendig.

Ein paar Marken wie Weber nutzen andere Pelletgrössen, wobei normale BBQ Pellets zu Störungen führen können.

Wenn Du sichergehen willst, kannst Du uns gerne Deine Marke nennen und wir sagen Dir, welche Pellets dazu passen (info@pelletgrill.ch)

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Q2 - Funktionieren auch Heizpellets im Pelletgrill?

A2 - Heizpellets sind für den Pelletgrill nicht geeignet. Dies aus dem Grund, weil diese Pellets meist aus Nadelholz bestehen, welches zu hohe Temperaturen erzeugen kann, welche dem Grill Schaden zufügen können.

Zudem sind Heizpellets meist mit schädlichen Stoffen gemischt, welche nicht zum Garen von Fleisch und anderen Speisen geeignet ist.
Auch der Geschmack ist eher bitter.

Das grösste Problem ist jedoch das die meisten Hersteller keine Garantie mehr auf das Gerät geben, sollten Heizpellets verwendet werden.

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Q3 - Kann der Pelletgrill auch mit einer Batterie betrieben werden?

A3 - Pelletgrills brauchen einfach eine 230 V Quelle, über welche der Grill mit dem nötigen Strom versorgt wird.

Wenn Du ein Akkupack mit einem 230 V Ausgang besitzt, kannst Du den Grill auch darüber betreiben.

Es wird jedoch empfohlen, ein Akkupack zu verwenden, welches auch eine Weile hält. Der Grill braucht während dem Zündvorgang ca. 300 Watt für 1-2 Minuten und danach währen dem Betrieb noch ca. 50 bis 150 Watt.

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Q4 - Kann der Pelletgrill ohne Schutz im Regen stehen?

A4 - Während dem Betrieb vom Pelletgrill kann dieser problemlos auch während Regen oder Schnee benutzt werden. Die Controller sind wasserdicht und halten ziemlich viel aus.

Wenn der Grill jedoch nicht benutzt wird, ist es besser diesen entweder abzudecken oder unter ein Dach zu stellen.

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Q5 - Kann der Pelletgrill über das Wifi eingeschaltet werden?

A4 - Pelletgrills, welche eine Appsteuerung verfügen, können nicht über die Appsteuerung eingeschaltet werden.

Dies wäre zu gefährlich, da noch eine Abdeckung über dem Grill sein könnte.

Pelletgrills von gewissen Marken lassen sich jedoch dafür mit der App ausschalten.

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Q6 - Wie sieht es mit Aluminium auf der Fettwanne aus, geht das?

A6 - Aluminium auf der Fettwanne hat den Vorteil, Fett und anderen Schmutz einfacher zu reinigen, da nur die Alufolie ausgetauscht werden muss.

Bei Grills mit direkter Grillfunktion ist dies jedoch eher nicht zu empfehlen.
Wenn die Flamme in Berührung mit dem Aluminium kommt, kann dieses mit der Fettwanne verschweissen und muss auf mühsame Art wieder weggekratzt werden.

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Q7 - Warum hat mein Pelletgrill keinen Kamin wie andere Modelle?

A7 - Im Grunde kommt es nicht darauf an, ob die Abluft vom Pelletgrill über Schlitze auf der Rückseite entweicht oder über einen separaten Kamin.

Es hat eigentlich nur rein optische Aspekte.

Ausnahme ist hierzu jeder die Pelletgrills von Traeger.
Der Timberline und Ironwood haben ein spezielles Umluftsystem mit besserer Hitzeverteilung und Hitzenutzung.

Durch dieses System (TruConvection) ist es dort notwendig, dass die Abluft hinten am Grill herausführt.

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Q8 - Kann der Pelletgrill im Winter draussen stehen?

A8 - Solange der Grill mit einer geeigneten Abdeckung geschützt wird, kann der Pelletgrill problemlos unter freiem Himmel draussen stehen.

Wenn der Grill länger als zwei Wochen im Winter draussen steht, ist zu empfehlen, die Pellets komplett zu entfernen, da diese ansonsten feucht werden können.

Auch der Betrieb im Winter ist kein Problem, der Grill braucht einfach länger zum aufheizen und erreicht nicht mehr die höchste Temperatur.

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Q9 - Brauche ich zwingend eine Abdeckung für den Pelletgrill?

A9 - Wenn der Grill unter freiem Himmel steht, ist es wichtig, den Grill vor Regen, Schnee und allgemeiner Nässe zu schützen.

Der saure Regen kann zudem die Beschichtung des Grills belasten.

Wenn der Grill unter einem Dach steht, reicht eigentlich auch ein Lacken vor Staub aus.

Wir empfehlen zusätzlich die Abdeckung ab und an zu imprägnieren, um maximalen Schutz zu gewähren.

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Q10 - Muss ich Räucherpellets in den Pelletgrill geben für mehr Rauch?

A10 - Eigentlich haben eigentlich alle Pelletgrills einen Räuchermodus für mehr Rauch.
Extra Räucherpellets in den Pelletbehälter zu leeren ist eher eine Verschwendung und bringt nicht mehr Raucharoma.

Wenn Du zusätzlich zum Räuchermodus mehr Rauch möchtest, so ist eine separate Räucherbox von Vorteil, in welche Du gleich Pellets vom Pelletbehälter nutzt.

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Q10 - Wie reinige ich einen Pelletgrill?

A10 - Neben der Entleerung der Asche im Brenner (ab und zu) sind vor allem die Fettwanne und der Rost Teile, welche viel Schmutz abbekommen.

Fettwannen aus normalem Stahl fangen an zu rosten, was normal und nicht schlimm ist.

Es empfiehlt sich, schmutzige Wannen mit Wasser und einer Bürste / Schwamm abzuwaschen, kurz zu trocknen und mit ein wenig Rapsöl einzureiben.

So ergibt sich mit der Zeit eine natürliche Schutzschicht auf der Fettwanne und sie bleibt länger haltbar.

Bei Edelstahlwanne wird Zitrusreiniger oder Edelstahlreiniger empfohlen.
Der Einsatz von einer Edelstahlwolle ist hierbei auch kein Problem.

 

Gussroste sollten direkt nach dem Grillen von groben Schmutz gereinigt werden, damit diese nicht anfangen zu oxidieren (rosten).

Zusätzlich ist es von Vorteil, die Roste in zeitlichen Abstände mit Rapsöl, Kokosfett oder dafür vorgesehene Einbrennpaste einzureiben und einzubrennen.

Für Roste aus Gusseisen oder einer emaillierten Oberfläche sollte eine Messingbürste verwendet werden, da diese ein weicheres Metall nutzen.

 

Edelstahlroste sind da wieder sehr einfach in der Anwendung. Hierzu kannst Du Edelsthahlroste, Edelstahlwolle oder eine Edelstahlbürste verwenden.

Bei Edelstahlroste kannst Du die Reinigung nach dem Grillen auch einmal weglassen. Die Roste fangen nicht an zu rosten.

Noch warme Roste lassen sich immer am einfachsten reinigen.

 

Für den Innenraum von einem Pelletgrill empfiehlt sich entweder Edelstahlreiniger oder warmes Wasser mit Seife.

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Q11 - Kann ich den Pelletgrill in Innenräume verwenden?

A11 - Nimm hierzu dringend die Anleitung zum Pelletgrill zur Hand.
Wenn dort explizit steht, dass dies erlaubt ist sollte es kein Problem sein.

Zusätzlich ist es jedoch noch wichtig, die Versicherung zu fragen, ob dies auch gültig ist.

Einrichtung wie Rauchabzug und andere Sicherheitsmerkmale (Feuerlöscher) sind jedoch immer wichtig.

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Q12 - Gilt das Feuerverbot für den Pelletgrill in der Schweiz?

A12 - Wir hatten uns diesbezüglich bereits erkundet.
Das Problem ist, dass die Feuerverbote von jeder Gemeinde selber geregelt werden.

Die meisten Gemeinden haben jedoch keine spezielle Voraussetzungen für den Pelletgrill, da dieser noch unbekannt ist.

Daher gilt das Feuerverbot leider momentan auch noch für Pelletgrills, auch wenn dieser sehr funkten sicher sind.

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Q12 - Wie nahe darf ein Pelletgrill an einer Wand stehen?

A12 - Meist werden die Informationen zum Abstand hierzu in der Anleitung vom Grill hinterlegt.

Solltest Du dort nichts finden, so ist ein Abstand in der Regel von ca. 60 cm genug.

Der Rauch vom Pelletgrill ist sehr russarm und ergibt so sehr wenig Ablagerungen (ausser man grilliert etwas Fettiges).

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Q13 - Wie brennt man den Pelletgrill richtig ein?

A13 - Wir raten hierzu, die Schritt nach Schrittanleitung in der Anleitung zu befolgen.

Je nach Grill kann es hierzu unterschiedliche Anforderungen und Abläufe geben.

Solltest Du hierzu nichts in der Anleitung finden. So heize den Grill beim ersten Grillvorgang zuerst auf etwa 130 °C für 20 Minuten, damit der Lack aushärten kann.

Danach heizt Du den Grill entweder auf volle Temperatur oder ca. 260 °C für weitere 20 Minuten.

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So nun bist Du bereit loszulegen und Deinen Pelletgrill in Betrieb zu nehmen :)

Wenn Du auf der Suche nach Rezepten bist, so bieten wir hierzu Unterschiedliche auf unserer Webseite an.

 

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Für Fragen sind wir gern erreichbar unter:

078 913 09 08 / info@pelletgrill.ch

 

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